Thomas Pastzi, mediaforum.ch


Thomas Paszti, mediaforum.ch

10 FRAGEN
10 ANTWORTEN

Was ist das Reizvolle an Ihrem derzeitigen Job?
Die Vielseitigkeit, das spannende Umfeld, der grosse Handlungsspielraum bedingt durch die Selbständigkeit und die vielen guten Leute, mit denen ich zu tun habe.

Was ärgert Sie im beruflichen Alltag am meisten?
Unflätige Werbekunden, welche die Arbeit des Anzeigeverkäufers mit der einer Kurtisane verwechseln.

Welches Fachmedium finden Sie besonders gut gemacht?
Da gefallen mir mehrere, je nach Ausgabe und Themenwahl etwas mehr oder weniger. Spontan kommt mir das Medienmagazin Klartext in den Sinn. Gute Themen am Puls der Zeit, schöne Interviews, kritischer, unaufgeregter und professioneller Fachjournalismus ohne inszenierter Dramatik, treffende Kommentare in Form von Blogs im Netz und last but not least: Als gegautschter Schriftsetzer gefällt mir das saubere typografische Handwerk sowie die sorgfältige Bildbearbeitung. Falls das Niveau gehalten werden kann, gilt das übrigens auch für das neue EDITO.

Welche Zeitungen oder Zeitschriften lesen Sie regelmässig?
Als Redaktor des Pressespiegels lese ich viel und viel Verschiedenes, die Liste würde ziemlich lang. Mein täglicher Medienkonsum betrifft jedoch eine Radiosendung: Podcast der DRS1-Sendung «Echo der Zeit»: Analyse, Vertiefung und Hintergrundinformationen, das ist Vermittlung des Zeitgeschehens auf höchstem Niveau. Zudem kann ich beim Hören meine strapazierten Augen schonen, einfach ein Genuss!

Ihre Lieblingskolumne oder Lieblingsrubrik?
Die Seite „Meinung“ der Werbewoche. Immer wieder gute Autoren und anregende Statements.

Gibt es Publikationen, die Sie nicht (mehr) ertragen?
Die Schweizerzeit.

Welche TV-Sendung können Sie nicht ausstehen?
Musikantenstadel, das tut sogar beim Durchzappen weh J

Welcher TV- oder Kinofilm hat Sie besonders berührt?
Forrest Gump, weil er in jedem von uns ein wenig drinsteckt.

Welche Website steht bei Ihren Bookmarks ganz oben?
www.nzz.ch Weniger ist mehr, angenehm frei von Webcontent-Infogrundrauschen sowie People- und Sensationsjournalismus. Die Redaktion hat sich dem allgemeinen Boulevardisierungstrend bisher erfolgreich widersetzt. Auch das Niveau der Kommentare ist in der Regel besser als zum Beispiel auf www.tagi.ch.

Gibt es im Jahr 2020 Jahren noch Zeitungen?
Beim halsbrecherischen Tempo der Veränderungen wäre ein Ausblick auf zehn Jahre hinaus nicht seriös. Ich kann mir jedoch kaum vorstellen, dass Bildschirme - in welcher Form auch immer - ein so altes Medium in 10 Jahren zu 100 Prozent ersetzen werden. Dafür sind die Erdenbürger zu individuell, der digitale Graben zu gross. In unseren Breitengraden vielleicht aber nicht mehr massenhaft vervielfältigt, sondern in einer radikal individualisieren, digital und dezentral gedruckten Form als persönliche Einzelanfertigungen.


Thomas Paszti *1967, Geschäftsführer

STECKBRIEF
PRESSESPIEGEL AUF MEDIAFORUM.CH

Wichtigste Themenwelten: Kommunikation und Medienproduktion
Zielpublikum: Medien- und Kommunikationsfachleute
Erscheinungsweise: wöchentlich
Auflage: -
Verlag / Herausgeber: dpi Publishing Service AG
Website: www.mediaforum.ch / www.medienjobs.ch


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